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Datum: 05.01.2018 - 10:43 Uhr | Baden-Württemberg

Flutkatastrophe Schwarzwald: Straße weggerissen, Wasserleitungen zerstört, 2 Meter hohes Gestein in Grundstücken, Autos verschüttet

Schlammlawine vernichtet Kurort, kein Trinkwasser für Anwohner, Menschen noch immer an der Alb eingeschlossen

Flutkatastrophe Schwarzwald: Straße weggerissen, Wasserleitungen zerstört, 2 Meter hohes Gestein in Grundstücken, Autos verschüttet: Schlammlawine vernichtet Kurort, kein Trinkwasser für Anwohner, Menschen noch immer an der Alb eingeschlossen

Datum: 05.01.2018 - 10:43 Uhr
Ort: Menzenschwand / Baden-Württemberg / Landkreis Waldshut

Flutkatastrophe im Örtchen Menzenschwand im Schwarzwald. Am Tag wird das Ausmaß einer Hochwasserkatastrophe sichtbar. Tonnen von Gestein schossen in den Nachtstunden durch Straßen und Grundstücken. Dutzende Anwohner mussten evakuiert werden. Kämpften um ihr Leben. Der Schwarzbergweg wurde komplett zerstört. Bis zu 1,50 Meter tief wurde die Straße weggerissen. Trinkwasserleitungen zerstört. Grundstücke wurden über 2 Meter hoch von Gestein verschüttet. Schwere Technik wird benötigt, um die Gesteinsmassen wegzubringen. Anwohner berichten über die Katastrophe. Der Pressesprecher der Polizei: „Es sind noch immer Menschen an der Alb in ihren Wohnungen eingeschlossen“. Anwohner: "Katastrophe". Der Ort wurde abgesperrt, nur eine Pressebegehung war möglich.

© extremwetter.tv / Bernd März
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Unsere O-Töne
Dietmar Ernst – Pressesprecher Polizeipräsidium Freiburg: „Die aktuelle Lage in Menzenschwand hat sich etwas entspannt. Es sind zahlreiche Hilfkräfte im Einsatz um Schlamm und Geröll zu beseitigen. Viele Häuser sind hier noch zugeschüttet. Die Bewohner konnten wieder zurück kehren. Hinter uns sieht man eine aufgerissene Straße. Hier verläuft auch eine Trinkwasserleitung, diese ist aufgerissen. Hier läuft momentan eine Notversorgung. Man arbeitet fieberhaft eine Trinkwasserversorgung wieder herzzustellen. Die Lage war sehr angespannt. Im Moment ist der Pegel wieder fallend, es sind weitere Regenfälle angekündigt, daher keine Entwarnung. In Sankt Blasien musste ein kompletter Straßenzug evakuiert werden. Viele, viele Menschen und Kinder wurden in Sicherheit gebracht. Insgesamt 27 Häuser. Es waren sehr, sehr viele Helfer da. In Menzenschwand verlief die Evakuierung reibungslos. 10 Einwohner mussten evakuiert werden. Die aktuellen Maßnahmen der Polizei sind derzeit ein Bild aus der Luft zu machen. Das Albtal ist noch betroffen, da sollen noch Menschen in ihren Häusern sein, die vom Wasser umgeben sind.“

Annalena Spitz – Anwohnerin: „Wir sind Anwohner am Haus. Heute Nacht hat es einen Rums gegeben. Wir haben uns schon gewundert, was passiert ist. Dann kam das Wasser mit Steinen, Geröll, Schlamm. Die Brücke oben ist zu, dann ist es auf einmal die Straße runter. Man konnte gar nicht so schnell reagieren. Es kamen halben Meter große Steine mit. Wir dürfen alle kein Trinkwasser trinken, müssen es abkochen.“

Hildegard Burgert – Anwohnerin: „Da kam das Wasser, bei uns war alles im Keller, der ist voll gelaufen. Wir konnten nix anderes machen, als das Wasser abwehren. THW, Feuerwehr, Bergwacht alle waren im Einsatz. Trinkwasser muss abgekocht werden. Da fehlen einem die Worte, das gibt es überhaupt nicht. Die Straße ist über einen Meter unterspült. Katastrophe. Der Krater ist 1,5 Meter tief, es ist nur noch ein Rest von der Straße übrig. Wir befürchten, dass noch einmal Regen kommt, dann wird es schwierig. Wir sind alle evakuiert worden. Wir hoffen, dass der Regen aufhört und alles aufräumen können. Einige Autos sind nicht mehr bewegbar.“

    Unsere Bilder
  • Schlammlawine
  • Schlammlawine in Grundstücke
  • schwere Technik im Einsatz
  • verschüttete Autos
  • verschüttete Grundstücke
  • weggerissene Straßen
  • weggerissene Wasserleitungen
  • O-Töne Anwohner
  • O-Ton Pressesprecher Polizei
    Vorschauvideo

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